Prolog
Die Sprache. Wir befinden uns in einer nahen Zukunft.
Dies sind die Abenteuer einer Kulturtechnik von großer Schönheit und Macht. Von bornierten Gelehrten und neurotischen Geisteshelden missachtet, verkannt und nicht verstanden, von Manipulatoren missbraucht zum Schaden der Vielen und von seelenfressenden Monstern mit dem Tode bedroht, folgen wir ihr in Galaxien, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat (was natürlich übertrieben ist). Sie führt uns in ferne Weltgegenden, in längst vergangene Zeiten und zu alten Sünden, die bis heute lange Schatten werfen. „Monsters a real“, sagte einmal Doctor Who. Das finden wir auch.
Aber von vorn
Sprache haben die Menschen seit der Zeit der Neandertaler, die alles andere waren, als die diffamierenden Behauptungen des Homo sapiens es wollen. Die Neandertaler nähten Kleider, schmückten ihre Behausungen, begruben ihre Toten und konnten sehr wahrscheinlich sprechen. Die anatomische Ausstattung und die entscheidenden Aminosäuresequenzen dazu brachten sie mit. [1] Vielleicht sangen sie auch, womöglich, bevor sie sprechen konnten. Charles Darwin war nicht der einzige, aber er gehörte zu den ersten, die vermuteten, dass die Anfänge des Sprechens dem Singen näher waren als den grunzenden oder äffischen Protosprachlauten, die wir uns fast unwillkürlich vorstellen, wenn sich das Bild des Neandertalers vor unsere Augen schiebt. Und wer weiß. Vielleicht gab es in fernen Weltgegenden andere frühe Menschen, die ebenfalls sprechen konnten. Vieles ahnen wir nicht einmal. Vieles werden wir nie erfahren.
Darwin sollte in puncto Gesang Recht behalten. Heute wissen wir, dass Sprache und Musik im Gehirn so nah beieinanderliegen, dass wir gesprochene Sätze wie Tonfolgen wahrnehmen und Tonfolgen wie gesprochene Sätze. [2] Es arbeitet sich auch leichter, wenn man singt und plappert, befand ein Sprachphilosoph namens Ludwig Noiré. Für ihn war die Entstehung von Sprechfähigkeit und Sprache erst die Voraussetzung für das Denken und beide untrennbar miteinander verbunden. Auch er sollte Recht behalten.
[1] https://www.mpg.de/projekt-neandertaler
[2] Arthur Jacobs, Raoul Schrott, Gehirn und Gedicht. Wie wir unsere Wirklichkeit konstruieren, München 2011
Sprachdenken
Wir werden darüber hinaus sehen, wie genau Sprache und Denken zusammen gehören und wie sie beide als Paket von der Kultur geprägt sind, in der sie je entstanden. Dazu werden wir (hier im Prolog kurz) unter anderen Wilhelm von Humboldt und Benjamin Lee Whorf befragen. Die beiden hätten sich sicher gut verstanden, wären sie einander jemals begegnet.
Beim Sprachdenken nutzen Menschen Körperbewegungen und die Bewegung im Raum als Modelle für ihr Umgebungs- und Weltverständnis. Ohne sie sind sie – sind wir – nicht imstande, abstrakte Konzepte, wie sie für Planung, Strategie, Organisation und symbolisches Handeln unverzichtbar sind, überhaupt zu denken oder gar zu formulieren.
Auch nach 200.000 Jahren nicht. Schlechte Nachrichten für neo-puritanische Neurotiker, die noch immer ihren anämischen Traum vom reinen Geist träumen, der mit nichts als sich selbst verbunden ist, auch nicht mit dem, worüber er spricht, für gewöhnlich über alles.
In Wissenschaft und Management und natürlich auch in der Politik tut sich das Wissen vom Sprachdenken immer noch schwer. Wir können uns zwar nicht ordentlich artikulieren, denkt man. Dafür sind wir im Denken umso brillanter. Besonders der Tatsache, dass dieses Sprachdenken je kulturell geprägt ist, wollen sich die jetsettenden broken english schnatternden Möchtegern-Weltbürger gleich gar nicht annähern. Wenn sie dann immer wieder widerwillig feststellen müssen, dass selbst ihr brillantes Denken in ihrer Muttersprache verwurzelt und nicht einmal einfach so übersetzt werden kann, tun sie das als peinlichen Rückfall in vorsintflutlich tümelnde Zeiten ab. [1] Mit einer fast putzigen Sturheit bestehen sie darauf, dass Sprache „nur“ etwas sei, was ihren brillanten Gedanken nachträglich übergestülpt werde. Das ist der peinliche Irrtum.
[1] Gehirn&Geist, Nr.7-8/2011
Pinseläffchen, Wölfe und Hyänen
Wir alle kennen das Denken ohne Sprache, wenn bunte Bilder durchs halbwache Bewusstsein ziehen, szenisches Denken, entsprungen der Vorstellungskraft, oder wenn sich im Traum (spätere) Benzolringe in Gestalt einer Schlange manifestieren, die sich selbst in den Schwanz beißt. Auf diese Art soll August Kekulé die Strukturformel des Benzols „erträumt“ haben. Ja, dieses Denken gibt es. Dieses Denken ohne Sprache ist dasjenige, das wir mit allen unseren Vorfahren unter den Tieren gemeinsam haben. [1] Wer hätte gedacht, dass Wissenschaft, Management und Politik, so reich an frei schwebender Brillanz, von Pinseläffchen, Wölfen und Hyänen bevölkert sind?
Auch bis zum Alter von zwei Jahren „denken“ wir ohne Sprache. Danach lässt es sich nicht mehr voneinander lösen. Sprechen und denken lernen ist ein sozialer Vorgang, eingebettet in die Sprachgemeinschaft des Kindes mit allem, was dazu gehört. [2] Es verhält sich wie mit dem Lesen. Haben wir einmal lesen gelernt, können wir nicht mehr nicht lesen, wenn wir Schriftzeichen eines uns vertrauten Systems sehen.
[1] Dietrich Dörner, Sprache und Denken, Halle/Saale (Leopoldina) 1976
[2] Lew Wygotski, Denken und Sprechen, [1934] Erste Neuauflage Frankfurt a.M. 1986
7000
Wenn uns auch die Neandertaler womöglich unser letztes Alleinstellungsmerkmal geraubt haben, so ist es doch einzigartig, was Homo sapiens aus seiner Sprechfähigkeit gemacht hat. Wie viele Sprachen es einst gab, können wir nicht mehr mit Gewissheit sagen. Einige sind einfach verschwunden, viele wurden vernichtet, weil die alten Monster, die Vorfahren der heutigen Monster, ihre Sprecher mitsamt ihren geliebten Wörtern vernichtet haben. Politische und fromme Agenturen für Eindeutigkeit verboten oder ächteten ihnen unliebsame Sprachen und Dialekte in kolonialem Furor, den sie als „mission civilisatrice“ verkauften. Die so gepeinigten Sprachen gerieten in Vergessenheit und und starben schließlich aus. [1]
Heute gibt es auf der Welt noch mehr als 7000 Sprachen, jede einzelne die einzigartige Äußerung einer jeweils einzigartigen Kultur, ein berauschendes Fest menschlicher Schöpferkraft, ein Karneval der Vielfalt. Viele dieser 7000 Kunstwerke haben Angst, dass man sie hinterrücks erdolcht, wie es schon so vielen ihrer Kollegen ergangen ist. Sie machen sich auch Sorgen um ihre Menschen. Was mag mit ihnen geschehen, fragen sie sich, wenn man sie zwingt, uneingetunkte Federn in der Luft herumzuziehen, was, wenn man uns unsere Seele raubt, uns gar in dunkle Keller oder kalte Maschinen sperrt? So viel Schönheit geht verloren, so viel einzigartige Intelligenz, so viel Denken oder wie die praktisch veranlagten Kulturtechnikretter sagen: so viel Problemlösekompetenz. All das, was verloren ging und auch heute noch verloren geht, könnten wir so verdammt gut gebrauchen, nachdem wir mit unseren eigenen Konzepten so ziemlich alles an die Wand fahren. Immer wieder und wieder.
Der Erhalt der Biodiversität wird seit Jahrzehnten als eines der wichtigsten Menschheitsthemen angesehen. Der Erhalt kultureller und sprachlicher Vielfalt mit all ihrem Wissen und Können hingegen schafft es kaum je in die öffentliche Debatte. Offenbar steckt uns nach wie vor der alte koloniale Schweinehund in den Knochen, dass die „Wilden“ uns schon nichts beizubringen hätten, wo doch umgekehrt ein Schuh daraus würde. [2]
[1] Goethe Institut / Kimani Njogu
Wie der Kolonialismus die sprchliche Vielfalt bedroht
[2] Ekkehard Wolff
Die afrikanischen Sprachen im 21. Jahrhundert
Lucy
Erzählungen über den Ursprung der Sprache und der Sprachen gibt es viele auf der Welt. Unter ihnen ist da allerdings keine zweite auf der Welt, in der Vielsprachigkeit als göttliche Strafe betrachtet wurde (verhängt wegen architektonischer Hybris), die den als selig gedachten Zustand der weltweiten Einsprachigkeit beendete. An Pfingsten behob der göttliche Universalübersetzer das Problem vorübergehend und stiftete eine (in frommen Worten) „universale Gemeinschaft“, ein Ziel, das neokoloniale pathologisch Größenwahnsinnige auch heutigen Tags verfolgen, allerdings nicht zum Nutzen und Frommen dieser „Gemeinschaft“.
Noch lange versuchte man, die „adamitische Ursprache“ zu finden, um mit diesem Wissen die zum Verdruss ihrer Eroberer immer noch stur unübersichtlich bleibende koloniale Welt unter einer Art neuem Pfingstwunder zu einen.
Eine Ausnahme bildete die Societé Linguistique de Paris. 1866 sprach sie einen Bann aus, der verfügte, keinerlei Versuche zu unternehmen, den Ursprung des Sprechens und der Sprache erforschen zu wollen, da es keinerlei empirisch überprüfbare Hinweise auf die Sprachentstehung geben könne. [1]
Lucy, die 3,2 Millionen Jahre alte „Mutter der Menschheit“ aus Äthiopien, die schon kurz nach ihrer Entdeckung 1974 zum Popstar wurde, hätte dem Pidgin, das Neandertaler und Homo sapiens bei ihren Begegnungen miteinander sprachen oder sangen, bestimmt gern zugehört. Natürlich hätte sie kein Wort verstanden, ebenso wenig wie ihre „Kinder“, das Kind von Taung, Mrs. Ples oder Jonny’s Child und andere berühmt gewordene Frühmenschen. Doch es wäre ihr möglich gewesen, die bei jedem Sprechen unverzichtbaren Rhythmen wahrzunehmen und der Gestik zu folgen, deren Motorik mit der des Mundes parallel geschaltet ist. Noch heute gestikulieren wir beim Telefonieren, auch wenn uns niemand sehen kann. Wie kleine Kinder, Bonobos und Schimpansen erkannte Lucy Intentionalität.
Was, wenn da keine Sprache ist?
Was aber, wenn da keine Sprache ist? Was, wenn da nur next token predictors sind, blödige Statistik mithin. Dann ist da auch keine Intentionalität. Dann ist da nur Sterilität, Dummheit und wer weiß, auch böse Absicht, wenn sykophantische uneingetunkte Federn ihren Nutzern Sinne und Verstand vernebeln vor lauter Eitelkeit.
Aber es denkt nicht, es versteht nichts und weiß vom Schreiben und den Wörtern so viel wie eine Kuh vom Sonntag. Wenn wir nicht wissen, wie Sprache funktioniert, verwechseln wir trügerische Plausibilität in Sätzen mit Glattputz-Makeup mit „gedachten“ Gedanken. An solchen Texten rutscht man ab wie an jeder banalen „Schönheit“, die weder im Gehirn irgendetwas Nennenswertes auslöst noch ins Langzeitgedächtnis übergeht. Der Widerstand gegen das Übermaß an Texten, die von „stochastischen Papageien“ [1] produziert wächst rasant.
Dennoch gibt es nicht wenige unter denjenigen mit den uneingetunkten Federn, die in immer neuen Luftnummern nicht einmal mehr nur inoffiziell hoffen, die Maschine möge doch bitte wirklich intelligent sein und nicht nur so tun als ob, damit sie sich endlich nicht mehr mit diesen lästigen Menschen herumschlagen müssen, es sei denn, als maschinengelenkte Zombies, die noch ein paar lästige Arbeiten erledigen, bis die frisch geputzten Roboter fertig sind. Ihr grotesker Reichtum, geschaffen im dysfunktionalen Wirtschaftssystem einer dysfunktionalen Kultur verschafft ihrer Kult-Ideologie und ihrer Habgier mehr Gewicht, als es in einer entwickelten Zivilisation jemals möglich wäre.
(Mit diesen und anderen Formen des kulturellen Versagens beschäftigen wir uns im Kapitel „Der religiös-industrielle Komplex“.)
Eben sehen wir, wie Lucy den Kopf schüttelt: Dafür habe ich euch nicht groß gezogen.
[1] Emily M. Bender, Timnit Gebru, Angelina McMillan-Major, Margaret Mitchell, On the Dangers of Stochastic Parrots: Can Language Models Be Too Big?
Association for Computing Machinery
Verrechnet
„Stupidity reduces language to words.“
Joe Moran [1]
Mit Sorge sieht Lucy die zahlreichen Versuche, der Sprache, auf die sie sich so sehr gefreut hatte, die Seele herauszureißen und sie in einzelne Stücke zu zerfetzen, weil sie angeblich nichts miteinander zu tun haben. Das Vorkommen der riesigen Fülle ganz verschiedener und unterschiedlicher Sprachen betrachtete die „moderne“ mathematisch orientierte Liguistik als unbedeutende Nebensächlichkeit.
Nachdem man der Sprache in früheren Zeiten noch mit einer Art scheuem Respekt begegnet war, begann man zu Beginn des 20. Jahrhunderts mehr und mehr ahistorische Konzepte zur Mathematisierung der Sprache zu erfinden. Es war eine Zeit, in der die menschliche Hybris in Sachen (vermeintlicher) Weltbeherrschung einen Höhepunkt erreicht hatte. Der Gipfelstürmer unter den neuen Modellen war nach dem Literaturwissenschaftler Uwe Pörksen schließlich „Chomskys mathematische Syntax-Theorie von 1957.“ Die besagt, dass man mit einer begrenzten Liste von Zeichen und einem kleinen Satz von Verknüpfungsregeln unendlich viele Sätze erzeugen und verstehen kann und dass alle Sprachen mit so einer Art Urgrammatik nach demselben Muster angelegt sind. Chomskys unsinniger Versuch erinnert in gewisser Weise an die Suche nach der adamitischen Ursprache. Ihm werden andere folgen, die weitere Versuche eines universalistischen Ausgriffs auf die Wirklichkeit unternehmen. Da ist einfach immer noch zu viel Vielfalt für die verängstigten und die gierigen Universaldenker. Zu allen Zeiten. „Chomskys Syntax-Theorie ist die am weitesten vorangetriebene Formulierung eines mathematischen Sprachbegriffs, und darin der adäquateste Ausdruck einer Epoche“, sagt Uwe Pörksen. „Ihr Welterfolg fiel vermutlich nicht zufällig mit der bisher radikalsten Phase der Weltkolonisation zusammen.“ [2]
In schlechter Tradition der sogenannten Aufklärung glaubte man, alles zählen, messen und berechnen zu können, um mittels Bruchstücken und Momentaufnahmen aus dem großen unübersichtlichen „kaleidoskopischen Fluss“ [3] „Wahrheit“ oder „Objektivität“ zu gewinnen.
Der gegenwärtige Rückfall in finstere Zeiten ist nicht mehr zu leugnen. Er kommt nicht von ungefähr und auch nicht aus Versehen. Die Wirklichkeit bannen zu wollen, indem man das unübersichtliche Lebendige, das Chaos des Lebens mit primitiver und unterkomplexer Linearität bekämpft und zu vernichten sucht, hat eine lange Tradition in der westlichen Kultur und im westlichen Denken. So groß sollte also das Erstaunen nicht sein, dass die digitale Nekrophilie nun aufs Neue ihren Tribut fordert. Wir hätten es wissen können. Die rasend schnelle und bereitwilige „Akzeptanz“ der sogenannten „Künstlichen Intelligenz“ zeigt nur, wie tief die Neurosen sitzen, und wie weit verbreitet der Analphabetismus in Sachen Sprache ist (ebenso wie die Ignoranz gegenüber dem, worum es wirklich geht.)
[1] Joe Moran, First You Write a Sentence, London 2018
[2] Uwe Pörksen, Plastikwörter oder die Mathematisierung der Umgangssprache
Technische Dokumentation 1990 – 2008 (ZS)
[3] Benjamin Lee Whorf, Language, Thought and Reality, London 1956
Was ich nicht sagen kann, kann ich auch nicht denken
Die Modelle der „Mathematiker“ haben sich inzwischen erledigt, zu erdrückend die Empirie, die ihnen den Garaus macht. Weit und breit keine Universalgrammatik. Auch Pinkers „Mentalesisch“ suchen sie bis heute vergebens. [1]
Schlechte Zeiten auch für die romantische Vorstellung vom „reinen Geist“. Wie bereits kurz erwähnt, gehören Sprache und Denken zusammen und sind beide von der Kultur geformt, in der sie entstanden sind. Benjamin Lee Whorf brachte Bahnbrechendes zum Zusammenhang von Sprache, Denken und Kultur in die Welt. Die „Sapir-Whorf-Hypothese“ der sprachlichen Relativität machte ihn und seinen Lehrer Erward Sapir berühmt. Er wird uns noch beschäftigen. Sein Konzept der Relativität der Sprache entnahm er übrigens Einsteins Relativitätstheorie. Er wählte die Bezeichnung für einen Vortrag vor Naturwissenschaftlern am M.I.T., um ihnen eine Brücke zu einem ihnen unbekannten Terrain zu bauen.
Doch die Mentalesisch- und Universal-Grammatiker und die reinen Geister gaben noch lange nicht auf. Sie griffen zu alt bewährten Mitteln schwarzer PR und unterstellten den wahren Sprachkundigen Dinge, die sie niemals behauptet hatten, etwa, dass Sprache das Denken determiniere, statt es zu prägen und zu formen. Man hatte sich nicht mit allzu viel Komplexität belasten wollen, vor allem, wenn man im Unterschied zu den „Sprachdenkern“ und „Relativierern“ wie Wilhelm von Humboldt oder den Ethnologen Franz Boas und Edward Sapir, die ebenfalls hier auftreten werden, nicht allzu viele Sprachen sprach.
Es war unter anderen George Lakoff (der mit dem Elefanten) wie auch das Aufkommen der nicht mehr mathematisch verhangenen kognitiven Linguistik insgesamt, die dazu führten, die mathematischen und anderen Modelle, die alles über einen universalistischen Kamm scheren wollten, zurück ins Reich der Irrungen und Wirrungen der Wissenschaft zu schicken und der Vielfalt im Denken wieder zu ihrem Recht zu verhelfen. Alles, was man über das Treiben der Wörter fortan wusste, bestätigte, was die Whorfs, Sapirs, Boas’ oder von Humboldts schon längst herausgefunden hatten …
… wie sich in den Kapiteln „Mister Whorf“ 1 bis 4 nachlesen lässt.